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Endlich vorbei

unaufgeräumter Schreibtisch mit Tastatur, Teetopf, Tasse, Stiften

Der schönste Tag in meinem Leben war der Tag nach meiner Hochzeit.

Während der Zeremonie und der Feier war ich viel zu aufgeregt, ich habe kaum etwas mitbekommen. Ständig habe ich mich darum gekümmert, dass alles funktioniert, habe mit entfernten Verwandten gesprochen und mit Schwiegereltern getanzt, und nachts fiel ich völlig fertig ins Bett.

Die Hochzeitsnacht ist ein Mythos.

Aber als ich am nächsten Morgen die Augen aufschlug und meine Frau lag neben mir, noch ganz zerknittert von der Nacht und nicht vollständig abgeschminkt, als ich mich im warmen Bett noch einmal umdrehte, die schmerzenden Füße von mir streckte und wusste, jetzt ist es vorbei, da war es perfekt.

Alles hatte gut geklappt, selbst das Wetter hatte sich für einen tag mit Sonne ausgestattet, alle Gäste waren glücklich gewesen. Und jetzt waren wir verheiratet. Ich hatte zwar keine Ahnung, was das wirklich bedeuten sollte – wir waren schließlich auch vorher glücklich gewesen und würden wohl kaum noch glücklicher werden, aber wir waren verheiratet.

Wir würden ein wenig Steuern sparen und durften für den anderen über lebensverlängernde Maßnahmen entscheiden. Wir durften gemeinsam adoptieren und würden sicher leichter einen Kredit bekommen

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