
Hello again! Seit einer halben Ewigkeit nichts mehr geschrieben. Mein Leben war … spannend.
Eine Veränderung nach der anderen
Ich hatte ein paar Mal angesetzt, einen Beitrag zu schreiben, mich dann aber nicht getraut, ihn zu veröffentlichen, weil ich nicht wusste, ob ich irgendwelche Datenschutzgrenzen überschreite. Also nur so viel: Mein Anstellungsverhältnis hat geendet, nicht unbedingt im Guten. Meine Erkrankung war zumindest ein Teil der Begründung.
Ich weiß, ich bin keine sehr einfache Angestellte gewesen in den sieben Jahren, die ich dort gearbeitet habe. Ich war sehr häufig krank. Ich neige schon immer zu Erkrankungen der oberen Atemwege. Dann kam Corona, meine Mutter wurde krank, all das hat meine Depressionen stark befeuert. Es kam mein erster längerer Ausfall, dann Reha. Ich habe die Reha nicht für mich gemacht, ich habe sie gemacht, um eine bessere Lehrer*in zu sein. Natürlich konnte sie so nicht auf Dauer fruchten. Es kamen die Geburten meiner wundervollen Nichten, die auch viel in meiner Psyche durcheinander gebracht haben. Dann habe ich mir das Handgelenk gebrochen. (Mal eine Erkrankung, die total nicht-depressions-assoziiert ist.) Meine letzten Verdrängungsstrategien waren mit der Hand auf einmal nicht mehr möglich, die Traumata brachen eins nach dem anderen auf. Krankheit, Klinik, Wiedereingliederung. Und welch Wunder – die Zeit in der Klinik hat mich nicht rund um gesund gemacht. Auch nach der Wiedereingliederung konnte ich noch Magenschleimhautentzündungen und Erkältungen bekommen.
Hauptberuflich arbeitslos
Jetzt bin ich also zunächst einmal arbeitslos. Ich betrachte es als das letzte Zeichen dafür, dass ich mich endlich hauptberuflich selbstständig machen soll. Die Kund*innenakquise, die Arbeit an der neuen Website und letztlich auch die Lektorate neben der Schule zu machen war nie einfach. Jetzt setze ich alles auf eine Karte.
Wobei – eigentlich nicht. Ich habe ja mehrere Eisen im Feuer. Meinen ersten Lektoratsauftrag (seit der Kündigung) hatte ich schon. Eine Anthologie mit zwei Texten von mir („Das lesbische Auge“ im Konkursverlag) ist gerade aus dem Druck gekommen. Meine erste Ausstellung ist auf den 10.09. diesen Jahres terminiert (bzw. die Vernissagelesung. Die Ausstellung läuft natürlich etwas länger.) Und Interessierte für Schreibworkshops werden sich auch wieder melden, ich habe in den letzten Jahren ein paar Nachfragen ablehnen müssen, weil ich keine Zeit dafür hatte.
Kunst kann kommen
Ich bin jetzt selbstständig. Ich arbeite selbst und ständig. Aber das mache ich schon mein Leben lang, schließlich habe ich immer an irgendeinem Buch geschrieben, immer für irgendeinen Test gelernt oder versucht, irgendwelche Leute glücklich zu machen. Aber der Unterschied ist: Jetzt arbeite ich nur noch für mich. Ja, es wird Aufträge geben, die nehme ich nur an, weil ich das Geld brauche. Aber darüber hinaus werde ich nur noch tun, was mein Leben und die Welt ein bisschen besser macht. Weil ich es kann. Weil ich es will.
Also, wenn ihr mir noch nicht folgt, bleibt dran, es bleibt spannend. Und wenn ihr mich in dieser schwierigen Anfangszeit unterstützen wollt, schaut euch mein Patreon an. Weil ich jetzt mehr Zeit habe, wird es auch viel mehr Goodies für meine Unterstützer*innen geben ;-).
