Aktuelles

Wo gehobelt wird, da fallen Tränen

bunte Schmetterlinge fliegen aus einem geöffneten Buch

Ansichten von innen

So heißt meine erste Ausstellung, die am 10. September 2025 im Rahmen der Literaturwochen im Literaturhaus Magdeburg starten wird.

Halt, Bilder in der Literaturwoche? Ja, denn das Thema ist Sprache und auch Bilder haben eine eigene Sprache, Bilder können eine Sprache sein. Ja, denn zur Vernissage wird es eine Lesung geben. Und ja, denn es werden (sofern die Technik hinhaut) Aufnahmen meiner Texte in der Ausstellung abgespielt.

Bild und Ton

Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie ich mich gefühlt habe, als meine Kontaktperson im Literaturhaus den Vorschlag der Tonuntermalung machte. Eine Kombination von Bild und Ton war schon lange mein Traum gewesen. Seit ich das erste Mal in einer Ausstellung in einer alten Fabrikhalle in Leipzig war, stellte ich mir vor, wie in einer großen, kahlen Halle allein ein großformatiges Bild von mir an der Wand hing und über Lautsprecher mit Stereoeffekt eine Art experimentelles Theater-/Hörstück von mir abgespielt wurde. Performative Kunst hat mich schon immer fasziniert.

Diese Ausstellung wird nicht so, schon alleine, weil das Literaturhaus keine Halle ist. Es wird 4 große Leinwände und 12 kleinere Bilder im Rahmen geben, alle mit verschiedenen Medien gearbeitet (hauptsächlich eine Kombination als Aquarell- und Acrylfarben, aber auch anderes). Es wird – vermutlich – auch 12 Texte geben, auch wenn ich nicht alle an dem Eröffnungsabend vorlesen kann.

Hartes Thema

Alle Bilder und Texte drehen sich um das Thema „Traumatherapie“. Manche sind direkt letztes Jahr in der Klinik entstanden, andere später, ein paar Texte sind auch deutlich älter. Sie drehen sich um Themen wie Depression und Angst, aber auch Hoffnung und Freude – denn auch diese Momente gibt es in der Therapie. Sie zu finden ist schließlich Ziel einer jeden Therapie.

Alle Bilder und Texte eint der Versuch, das Unaussprechliche sichtbar, hörbar und letztlich verstehbar zu machen und in all der Dunkelheit die Lichtmomente zu finden.

Hätte ich nicht mit etwas einfacherem anfangen können? Sicher. Ich habe sehr viele Landschaftsaquarelle, Sonnenaufgänge, ein paar Tiere zu Hause. Aber das ist sehr viel weniger Ich. Es sagt so viel weniger aus.

Ausstellung als Versuch einer Gesprächseröffnung

Mit dieser Ausstellung möchte ich zeigen, wie transformativ und heilsam Kunst sein kann. Natürlich würde ich mich auch freuen, ein paar Bilder zu verkaufen, schließlich wollen Farben und Papier auch bezahlt werden. Aber das hauptsächliche Ziel ist die Kommunikation. Wir alle haben schwere Zeiten durchlebt und Traumata erlitten, viele Menschen ignorieren ihre, weil sie nicht gravierend genug erscheinen. Und nicht jede muss gleich eine Traumatherapie machen.

Aber ich möchte Hilfe zur Selbsthilfe leisten, aus meiner eigenen persönlichen und fachlichen Erfahrung heraus. Heilung ist schwer. Da sollte niemand alleine durch müssen.

Und wer nicht vor Ort in die Ausstellung gehen kann, schaue mal auf meinem Patreon vorbei! Auf die ein oder andere Weise (ich probiere die Technik noch aus) werde ich die Ausstellung für meine Patrons erlebbar machen.

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